Die doppelte Weihnacht!

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Es steht ja wirklich an – und wir heißen nun mal auch so. Also lasst uns von Weihnachten reden. Warum unsere Namen danach lauten, beispielsweise.

Also, daran bin ich schuld. Oder vielmehr mein Vater, denn der betreibt schon seit vielen Jahren genealogische Forschungen.

Das geht ziemlich einfach los, jeder kann das: Wie heißen deine Eltern, wann wurden sie geboren? Antworten klar? Dann die Generation davor: Wie heißen deine Großeltern und wann wurden die geboren? Dabei dürfte es bereits haken, gell?

Bei mir übrigens auch. In der Hinsicht verlasse ich mich ganz auf meinen Vater. Nun, der forscht inzwischen weit entfernt, zeitlich gesehen. Räumlich auch, denn meine Vorfahren haben sich lustig über die Weltkarte bewegt, vor allem über den Osten. Von uns aus gesehen. Also, mein Vater forscht mittlerweile in Generationen, die genetisch oder so kaum mehr was mit mir zu tun haben. Denke ich einfach mal – und daran kann man erkennen, dass mein diesbezügliches Interesse sich eher in Grenzen hält. Mir reicht es echt, wenn ich ab und zu mitkriege, welch seltsame Gestalten sich bei meinen Ahnen tummeln. Also nein, da weiß ich lieber nicht ganz so genau Bescheid, dann muss ich mich auch nicht genieren.

Aber ich komme vom Thema ab, beziehungsweise bin schon viel zu weit in die Vergangenheit gedriftet. Dabei wollte ich doch von Weihnachten erzählen und warum Runa und ich so heißen.

Also, meine Oma hieß so. Mit Mädchennamen. Noel. Elegant französisch Weihnachten bedeutend.
Wobei das auch nur in einer einzigen Quelle so war, die mein Vater gefunden hat. In allen anderen hieß sie schlicht und ergreifend Nohl. Elfriede Nohl. Nicht sehr poetisch.

Schriftsteller brauchen einen guten Namen

Nun, als ich mir ein Pseudonym für mich überlegte (was schon sehr lange her ist, viel länger als ich wirklich schreibe. Aber mir war schon immer bewusst dass ich mir zeitig darüber Gedanken machen sollte), zog ich tatsächlich den Namen Nohl in Erwägung. Maria Nohl. Nun ja, haut nicht vom Hocker, aber würde schon gehen.

Aber – und nun komme ich zu den beiden Gründen, warum Nohl zugunsten Noels verworfen wurde: 1. bedeutet Noel Weihnachten und das ist hübsch. Nohl dagegen heißt soviel wie (fauliger) Molch. Also bitte! Wer da eine Wahl hat, wählt doch nicht die Stinkmorchel von Salamander, oder?

Ja, und 2. kommt jetzt Runa ins Spiel. Wir schreiben ja (auch) zusammen. Es gibt da einige Autorenduos, die man namentlich nicht so einfach erkennt, weil sie ein gemeinsames Pseudonym führen. Ich will hier keine Beispiele anführen, aber ein recht berühmtes Duo schreibt beispielsweise von herumziehenden leichten Mädchen.

Zwei Leute, ein Name. Also – nee. Nicht für uns. Wir sind zwei Personen, die gemeinsam schreiben. Das merkt man beim Lesen und soll man wissen, wenn man aufs Cover guckt.

Aber irgend ne Verbindung wollten wir dann schon haben. Denn Runa Schmidt und Maria Meier – also, so ganz alltäglich sollte es nun auch wieder nicht sein. Und so kam Noel erneut ins Spiel. Eben weil es so nett Weihnachten heißt.

Von da zu Winacht (gemäß Runas Heimat die sehr norddeutsche Variante von Weihnachten) war es nun wirklich nicht mehr weit.

Runa hatte dann allerdings den Vorteil, dass ihr (selbstausgewählter) Vorname so extrem selten ist, dass der in Kombination mit Winacht kein zweites Mal aufzutreiben war. Im Gegensatz zu Maria (meinem dritten Vornamen, für alle, die es genau wissen wollen) Noel. Die gibt’s nämlich in echt immer mal wieder. Also musste das G. noch mit rein. G. ist der Anfangsbuchstabe meines zweiten Vornamens (ihr dürft raten, welcher das sein könnte) – und der machte mein Pseudonym dann tatsächlich einmalig. Zumindest nach dem damaligen Stand von Google. Ich hab das schon ne ganze Weile nicht mehr überprüft und bin auch nicht wild darauf, dass das jemand für mich übernimmt.

Also, bon Noel, vergnögte Winacht, fröhliche Weihnacht allüberall!