Ein neues Kleid für die Flederzeit

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Dass die Flederzeit eine Trilogie werden würde, stand schon sehr früh fest. Und ebenfalls, dass eine Fledermaus aufs Cover müsste. Danach jedoch verließen Runa und mich die Ideengeister. Wir schreiben, das können wir. Aber Cover gestalten? Schwierig, schwierig.

Naja, letztendlich suchten wir uns Vorbilder. Genauer: Wir nahmen uns die Cover von Harry Potter vor. Jedes in einer anderen Farbe. Ja, gut. Markante Schrift – okay. Blieben die Bildelemente. Die waren bei Rowling natürlich extra für die Cover gemalt worden. Etwas, was für uns Anfänger außerhalb der Reichweite lag. Also Fotos …
Weiter

Geschafft!

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Man glaubt es ja nicht!
Am 11. März hatten wir angekündigt, die letzten Seiten der Flederzeit zu schreiben und gaaaanz bald fertig zu sein.
Der Meinung waren wir tatsächlich.
Aber am 12. März auch. Genauso wie am 13, 14. und jedem weiteren bisherigen Tag. Wir rackerten und schrieben und überlegten und verwarfen. Wir diskutierten, schmiedeten Ablaufpläne, schmissen sie wieder um und machten neue.
Weil es für den Abschluss so furchtbar viel zu bedenken gab.
Es ist einfach so: Die Flederzeit ist eine sehr komplexe Geschichte, die komplexeste, an die wir uns bisher gewagt haben. Die zu einem wirklichen Abschluss zu führen – hat uns mehrfach fast an den Abgrund gebracht.
Letztlich haben wir diesen Abschluss in 5 Kapitel verpackt (und 132 Seiten), von denen das letzte stolze 55 Seiten lang ist.

Aber jetzt *Jubelmodus an* Wir sind stolz und glücklich, denn mit (nur) 11 Tagen Verspätung haben wir es endlich geschafft!
Darüber hinaus sind wir heilfroh, es kann nämlich schon sehr nerven, wenn man jeden Morgen denkt: Heute – und sich dann am Abend sagen muss: Aber morgen bestimmt!

Fazit heute, am 22. März 2014: Unter 582 (Norm)-Seiten und 140.000 Wörtern steht jetzt tatsächlich das alles entscheidende Wörtchen:

~ ENDE ~

Nominiert!

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Wir beide wurden von unserer sehr geschätzten Kollegin Elsa Rieger für den „Liebster Award“ nominiert.
Es ist also jetzt an uns, ein paar Fragen zu beantworten. Danach sollen wir weitere Autoren nominieren. Was wir natürlich sehr gerne tun.

Hier also die Fragen mit Marias Antworten:

1. Hast du ein Buch, welches ein sehr wichtiger und bedeutender Begleiter in einer Phase deines Leben war?

Früher, in meiner Jugend, war das ‚Wer die Nachtigall stört‘ von Harper Lee. Ein Buch voller Wärme und Witz, voller Drama und Spannung. Ich habe es schätzungsweise 100 mal gelesen. Später, als ich schon das Jucken in den Fingern hatte, selbst zu schreiben, war es Harry Potter von Joan K. Rowling. Cornelia Funke hatte in einem Interview erzählt, dass Rowling sehr dicht schreibt. Das wollte ich unbedingt auch können.

2. Hast du einen Wunsch, der bislang unerfüllt blieb?

Oh ja! Da sind so einige. Aber genau die sind der Ansporn für mich, immer weiter zu machen. Deshalb bin ich mir gar nicht sicher, ob ich sie alle erfüllt haben will!

3. Wenn es etwas gäbe, was du in der Welt oder in der Gesellschaft ändern könntest, was wäre das?

Oh, hätte ich die Macht dazu, würde ich dafür sorgen, dass jeder Mensch sich liebt, wirklich gut zu sich ist. Wenn wir uns selbst liebten, fiele es uns ganz leicht, unseren Nächsten ebenfalls zu lieben.

4. Mit welchem Genre aus dem Bereich Bücher könntest du dich gar nicht anfreunden?

Ein Fachbuch könnte ich nicht schreiben. Ich würde immer ins Erzählen geraten, ins Zeigen, ins Anschaulich werden.

5. Hast du einen besonderen Bezug zur Natur, gibt es etwas, was dich fasziniert?

Als Stadtkind geboren, hatte ich immer das Gefühl, den Moment im Frühjahr zu verpassen, in dem die Natur den Schalter umlegt und wieder loslegt. Seit vielen Jahren bin ich jetzt schon ein Landei – und genieße es, Jahr für Jahr live dabei zu sein.

6. Bei welcher Musik kannst du dich so richtig gehen lassen und tauchst dabei ein?

Früher hab ich ständig Musik gehört. Alles. Klassik, Rock, Pop. Mit dem Älterwerden mag ich es stiller um mich. Aber Irish Folk hör ich gerne beim Autofahren und bei Abba kann ich prima putzen.

7. Kennst du ein Bauwerk, welches dich „magisch“ anzieht und das es auf der ganzen Welt nur einmal gibt?

Ach ja, immer das, das in unseren Geschichten eine wichtige Rolle spielt. Wir machen gerne Recherchereisen dorthin und erforschen alles, so gut es geht. Am meisten fasziniert mich immer noch das Kloster Altomünster. Runa und hatten zwar schon zweimal die Gelegenheit, dem Kloster einen Besuch abzustatten, aber die für uns interessantesten Räume wie Kapitelsaal oder Refektorium liegen innerhalb des Klausurbereichs, da durften wir leider nie rein.

8. Gibt es ein Erlebnis in deinem Leben, welches dich positiv geprägt hat, an das du dich gern erinnerst?

Nicht nur eines!

9. Von welchem Film oder Buch würdest du dir unbedingt eine Fortsetzung wünschen?

Mit dem Ende von Harry Potter war ich nicht zufrieden, bzw. mit verschiedenen Teilaspekten davon. Allerdings wünsch ich mir davon keine Fortsetzung, das hab ich schon selbst erledigt. Diese Fanfiction war mein allererster Versuch, einen Roman zu schreiben. Ich bin heute noch dankbar, dass Rowling so gemein zu manchen ihrer Figuren war, dass ich das gar nicht ertragen konnte, denn sonst wäre ich jetzt nicht hier. Aber das ist nun wirklich eine ganz andere Geschichte!

10. Gibt es eine Tätigkeit, die du unheimlich gern ausübst?

Ostereier suchen. Quatsch – schreiben natürlich!

11. Hattest du als Kind einen Traumberuf?

Als Kind liebte ich die Jacques Cousteau-Filme und wollte unbedingt Tiefseetaucherin werden. Ein Erlebnis mit Haien hat mich jedoch erkennen lassen, dass ich vielleicht doch lieber auf dem Land bleibe.

Und hier nun Runas Antworten:

1. Hast du ein Buch, welches ein sehr wichtiger und bedeutender Begleiter in einer Phase deines Leben war?

Harry Potter. Und ganz viele Fanfictions um Severus Snape, die mich zum Schreiben gebracht habe, dazu, den Tod meines Mannes zu verarbeiten und heute, glücklich zu sein.

2. Hast du einen Wunsch, der bislang unerfüllt blieb?

Die große Liebe finden und ganz viele Kinder kriegen – das waren meine beiden Wünsche als Kind. Hab ich beides erfüllt bekommen. Dass ich jetzt einer der Menschen bin, die eine echte Berufung haben, die sie absolut glücklich macht, hat das noch mal getoppt. Was sollte ich mir noch wünschen? 😉
Aber natürlich tue ich es trotzdem, unersättlich, wie ich bin. Und da bleibt es nicht bei einem Wunsch!

3. Wenn es etwas gäbe, was du in der Welt oder in der Gesellschaft ändern könntest, was wäre das?

Dass Menschen ihre Beziehungen bewusster und auch kompetenter leben. Vielleicht so etwas wie ‚Lebens- und Liebesunterricht‘ in der Schule?

4. Mit welchem Genre aus dem Bereich Bücher könntest du dich gar nicht anfreunden?

Mit allen Geschichten, in denen die Personen mit ihren Beziehungen nur eine untergeordnete Rolle spielen.

5. Hast du einen besonderen Bezug zur Natur, gibt es etwas, was dich fasziniert?

Natur mag ich am liebsten, wenn ich sie mir beim Schreiben vorstelle. 😉

6. Bei welcher Musik kannst du dich so richtig gehen lassen und tauchst dabei ein?

Ich brauche Musik mit Worten. Reine Instrumentalstücke sind mir zu langweilig. Dramatisch muss sie sein und am liebsten schwermütig. Rockmusik aus sämtlichen Bereichen kommt dem am nächsten …

7. Kennst du ein Bauwerk, welches dich „magisch“ anzieht und das es auf der ganzen Welt nur einmal gibt?

Für mich als Schleswig-Holsteinerin sind Burgen etwas Magisches. Und die Burg, die mich bisher am meisten fasziniert hat, ist das Schloss in Krumau.

8. Gibt es ein Erlebnis in deinem Leben, welches dich positiv geprägt hat, an das du dich gern erinnerst?

Die Spiele mit meinen beiden besten Freundinnen Sandra und Nicole in unserer Kindheit. Die Liebe zu meinem Mann. Meine Kinder. Maria. Meine Therapie und mein Lernen, selbst Therapeutin zu sein. Und noch jede Menge mehr, wenn ich noch länger nachdenken würde …

9. Von welchem Film oder Buch würdest du dir unbedingt eine Fortsetzung wünschen?

Vom Winde verweht – aber eine, in der Scarlett eine echte Entwicklung durchmacht und schließlich eine gesunde Beziehung mit Rhett leben kann.

10. Gibt es eine Tätigkeit, die du unheimlich gern ausübst?

Schreiben. Es gibt einfach keine bessere Tätigkeit auf dieser Welt. 🙂

11. Hattest du als Kind einen Traumberuf?

Seit Tores Hayden’s ‚Sheila‘ wollte ich Therapeutin werden.

Und nun zur Nominierung. Wir ernennen folgende Autorenfreunde und -kollegen, ebenfalls die ‚Liebster Award‘-Fragen zu beantworten:

Runa:

Fromme Helene
Kerima Scriptor
Bettina Gruhle
Sam Miskull
Tanja Neise
Grit Stange

Maria:

Veronika Aretz
Elke Bergsma
Bianca Joekel
AP Glonn
Dana Graham
Dieter Petersen

Viel Spaß euch!

Happy Birthday!

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Eine berühmte Fanfiction ist schuld

Eine Geschichte, in der Snape und Hermine nichts anderes tun, als einen Urlaub zu genießen – Brötchen zu schmieren, Hermines schlafende Kinder zu betrachten, miteinander zu duschen … Womit die Autorin massenweise Reviews absahnte.
Damals waren meine Freundin inuverse und ich, Runa, noch neidisch. Und fragten uns: Können wir auch erreichen, die Leser derartig um den Finger zu wickeln, indem wir unsere eigenen Bedürfnisse zurückstellen und ausschließlich das bedienen würden, was die Lesermassen wünschen?

Gut, inu würde ihre Vorliebe auf ihre komplexen Plots und politischen Wirrungen verzichten müssen und gleich im ersten Kapitel Sex bieten. Und zwar Sex aus den üblichen Standard-Formulierungen. „Seine Zunge forderte Einlass und die seines Geliebten zu einem heftigen Duell“ und „Federleichte Küsse auf seine stahlharte Männlichkeit brachten ihn schier um den Verstand“ und so etwas.
Ich würde meinen eigenen Charakter Caryn durch die populäre Hermine ersetzen müssen. Und eine ganz einfache Sprache benutzen, so tun, als wäre ich nicht die abgedrehte Astrid-Runa.
Ja, wir wollten unser Unterfangen auf jeden Fall inkognito durchziehen, nicht dass diese Experimente negativ auf uns zurückfallen würden! Pia und Kerstin nannten wir uns, und ‚twin romance‘ den neugeschaffenen Account, au ja!

Unser Plan ging voll auf. Inu erhielt für ihr Einstiegskapitel über 20 Reviews. Und ich, durch Hetero-Geschichten zu kleineren Brötchen gezwungen als sie im Slash-Milieu, immerhin 6. (SECHS! Ich war, was das betraf, alles andere als verwöhnt 😉 )
Ja, und mein allererstes Review – seht ihr auf dem Foto.

Andere Zeiten, andere Namen: Astrid-Rund und Feuerbohne

Damals nannte sich Runa noch Astrid-Runa. Ich war Feuerbohne, ein Pseudonym, mit dem ich mich wirklich rundum wohl fühlte. Ich wurde mit Feuer angesprochen, mit Bohne, Böhnchen … Hab ich alles gemocht. Inzwischen mag ich mein neues Pseudonym Maria aber ganz genauso.
Damals, 2009 *lach*… Im Dezember 2008 hatte ich angefangen, meine Fanfiction über die Rettung Severus Snapes hochzuladen. Jeden Mittwoch und jeden Sonntag je ein Kapitel.
Aber ich habe auch fleißig andere Fanfictions gelesen. Tolle und grottige und alles dazwischen. Eigenartigerweise beobachtete ich, dass weder Inhalt noch Fehler eine Rolle spielten beim Erfolg, sprich, bei der Anzahl der Reviews. Hauptsache, es war eine Slash-Geschichte (vorzugsweise P-18 mit einem hohen Gehalt an Sex-Schilderungen) oder eine Snape-Hermine Story (ebenfalls P-18 und jede Menge Sex).
Obwohl längst erwachsen, hab ich teilweise sehr runde Augen bekommen, beim Genuss einiger dieser Geschichten. Aber ich lernte. Und zwar: Sex ist nicht gleich Sex. In den meisten Geschichten war er völlig austauschbar, Schilderungen voller Plattitüden. Und dann gab es eben Sex, der mich wirklich packte.
Für die anderen Leser schien aber auch dieser Unterschied keine Rolle zu spielen. Hauptsache … naja. Ich war ja schon ein bisschen neidisch. In meiner Geschichte prickelte es durchaus auch mal. Und das keinesfalls auf Allgemeinplatzniveau. Aber sie wurde einfach nicht beachtet.
Wie auch? Sie war P-12. Meiner damals 13-jährigen Tochter und ihren Freundinnen zuliebe.
Leser hatte ich wenige und noch viel weniger Reviews. Gerade in die Pubertät eingezogene Mädchen schreiben eben selten eine Rückmeldung für die Mutter ihrer Freundin.

Der Clou: Wir haben unabhängig voneinander fast identisch reagiert

Zur gleichen Zeit wurde auf Fanfiktion.de eine Geschichte hochgeladen, die diesbezüglich reichlich absahnte. Auf niedrigem Niveau, voller Allgemeinformulierungen und, witzigerweise, voller unmöglichem Sex. Echt. Da waren Stellungen dabei, die einfach nicht funktionieren können. Ich hab einige sogar ausprobiert und weiß es deshalb aus erster Hand! 🙂
Aber den Lesern war das alles wurst, sie reviewten: ‚Wow, deine Geschichte ist so toll, sie ist meine Lieblingsgeschichte. Schreib ganz schnell weiter!“
Ja, ich war neidisch. Auf die vielen Leser, auf die vielen Reviews. Die ich nicht hatte. Obwohl deren Reviews genauso austauschbar waren wie die Kapitel, denen sie galten.
Eines Tages platzte mir der Kragen. „Ich schreib jetzt ne Snape-Geschichte mit Sex. Jawohl!“ Allerdings nicht mit Hermine. Sorry, aber das ging mir dann doch zu weit. Hermine war und ist für mich eine Schülerin und Snape damit weit unterlegen. Für meinen Snape wollte ich eine ebenbürtige Partnerin. Eine die ihm, ohne mit der Wimper zu zucken, eines auf die Nase haut, wenn er ihr zu dumm kommt. Naja, ich setzte mich also hin und tippte los. ‚Das perfekte Sprengkommando‘.
Aber gleichzeitig las ich auch weiter, immer auf der Suche nach einer guten Fanfiction. Inzwischen las ich auch Hermine-Snape-Geschichten. Wenn sie denn gut waren. Und prompt stolperte ich über eine, die sich sehr vielversprechend anließ: ‚Okklumentik mit Folgen‘. Von Twin Romance. Noch nie gehört. Dennoch, das erste Kapitel gefiel mir so gut, dass ich ein Review hinterließ.

Ziel dieser ganzen Aktion: Gleichgesinnte finden

Ich erinnere mich nicht mehr, aber offenbar habe ich schon vor dem Posten des zweiten Kapitels geguckt, wer diese Frau mit dem lustigen Namen war. Jedenfalls habe ich den hervorragend geschriebenen Prolog des ‚Goldenen Hauses‘ gefunden und das in meinem Dank für ihr Review erwähnt.
Dann kam das zweite Kapitel – und ein neues Review von Feuerbohne. Und darin gleich weiterführende Fragen. Ob twin romance denn gemeinsam schreibe? Und wenn ja, wie?

Ich musste antworten, und ich musste persönlich antworten. Ohne preisgeben zu dürfen, wer ich in Wahrheit war. Was schon nach der nächsten Antwort von Feuerbohne schwierig wurde, weil sie mir ihren Namen verriet. Hilfe!
„In Wirklichkeit bin ich nicht Kerstin“, schrieb ich. „Aber mit Rücksicht auf Pia, die auch nicht Pia ist, darf ich dir leider nicht verraten, dass ich in Wirklichkeit …“

Zum Glück nahm Maria es mir nicht übel, und ein reger Austausch begann.
Zuerst die Entdeckung tausender Parallelen. Angefangen mit unserem Neid auf besagte Fanfiktion (es war ungemein verbindend, dass uns dieselbe Geschichte quer im Hals lag) – und unseren Reaktionsgeschichten darauf. Dass wir Severus Snape glücklich machen wollten. Dass wir beide weiterkommen wollten im Schreiben, lernen, besser werden. Aber auch, dass für uns beide Vokale Farben haben. Und vieles, vieles mehr.

Mit der Zeit begann ich, immer mehr unter meiner nicht gelüfteten Identität zu leiden.
Doch ich hatte das Glück, an eine Frau geraten zu sein, der es einen Heidenspaß macht, Geheimnisse zu knacken. Zu suchen und zu recherchieren und Spuren zusammenzutragen. Dennoch war ich überrascht, als sie mir eines gar nicht fernen Tages eröffnete, dass sie bei Astrid-Runa und dem ‚Zweiten Leben‘ angelangt sei.
Überglücklich durfte ich endlich Runa sein. Und nach all den Gemeinsamkeiten auch Marias und meine Gegensätzlichkeit genießen. Inuverse und ich sind schreibtechnisch voll auf einer Wellenlänge, haben sehr ähnliche Lesebedürfnisse. Maria dagegen legte auf ganz andere Dinge Wert.
Da war ganz schnell das Gefühl: „Sie und ich könnten uns ergänzen, könnten die Andere bereichern und selbst bereichert werden. Zusammen könnten wir …“

Fahnden und recherchieren: Wichtige Voraussetzungen für gute Geschichten

Ja, ja, meine Detektivgene. Mit wenigen Hinweisen, aber unter Berücksichtung sämtlicher logischer Schlüsse fahnden und forschen … Muss ich betonen, dass ich ausgesprochen gerne recherchiere?
Dass sich hinter Kerstin von twin romance aber ausgerechnet Astrid-Runa verbergen musste? Eine Autorin nämlich, von der ich schon mehrere Geschichten gelesen und die mich mit ihrem anspruchsvollen Schreibstil durchaus nicht nur beeindruckt, sondern sogar eingeschüchtert hatte. Die war mir über, das merkte ich bei jedem Satz, den ich las. Aber ihre Hermine-Snape-Geschichte, eher für die Allgemeinheit geschrieben, allerdings ohne das Allgemeinzeugs, was in jeder anderen Geschichte zu lesen war, ja, die gefiel mir.
Gemeinerweise hat Runa diese Geschichte nicht fertig geschrieben. Sie beschloss nämlich irgendwann, zu ihrem Stil zu stehen und nur noch nach ihrer eigenen, sehr weiten Kragenweite zu schreiben. Und so bin ich niemals in den Genuss gekommen, zu erfahren, wie bei ihr Snape und Hermine zusammengekommen wären.
Mein Sprengkommando jedoch hab ich fertig geschrieben. Aber da hatte ich Runa bereits besser kennengelernt und sie war meine Betaleserin geworden. Ein umwerfendes Erlebnis übrigens. Ich habe die von ihr bearbeiteten und an mich zurückgeschickten Kapitel archiviert und genieße sie manchmal heute noch.

Naja, dieses alles entscheidende Review habe ich heute vor 5 Jahren geschrieben. Um 14:13 und 46 Sekunden.
Wir, also Winacht & Noel, sind heute auf den Tag 5 Jahre alt.
Happy Birthday!

Guckst du hier …

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Heißa, hussassa,
bald fledert es wieder,
das ist wahr.

(frei nach Pumuckl, denn was sich reimt, ist ja bekanntlich gut)

Unsere Flederzeit ist eine Trilogie. Teil 1, ‚Sturz in die Vergangenheit‘ und Teil 2, ‚Riss in der Gegenwart‘ sind bereits veröffentlicht und bei den Lesern auf tolle Resonanz gestoßen.
Mit Spannung warten also ne Menge Leute darauf, wie es mit Mattis und seiner Mila weitergeht, was mit Johann geschieht, oder mit Heinrich und Helene.
So viel können wir inzwischen verraten: Das alles werdet ihr lesen können. Und noch viel mehr. Denn der dritte Teil wächst und wächst. Runa und ich haben jede Menge Spaß, quasi jede bisher aufgeworfene Frage auf spannende oder lustige Weise zu beantworten.

Nach ersten vorsichtigen Schätzungen meinen wir, dass die Hälfte steht. Das bedeutet, irgendwann gegen Ende Februar sollten wir fertig sein mit Schreiben und Überarbeiten.
Danach wird es für uns spannend. Denn ob der dritte Teil auch für die Leser interessant und aufregend und abenteuerlich ist, entscheiden dann unsere Probeleser.
Hat das Buch auch diese Hürde genommen, kommt die finale Überarbeitungsphase, ehe der Satz beginnt. Sind wir damit zufrieden, geht alles noch ins Korrektorat, damit auch die vorletzten und letzten Fehler ausgemerzt werden.

Unser Korrekturleser wird dann wohl ein paar Nachtschichten einlegen müssen, um rechtzeitig fertig zu werden, denn der Veröffentlichungstermin steht bereits. Am 17. April soll es endlich weiterfledern.

Für alle Neugierigen unter euch, hier schon einmal Titel und Cover des Abschlussteils.

Echt fett – oder: Achtung Platzhalter!

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Gemeinsam zu schreiben, macht richtig Spaß und hat ne Menge Vorteile. Zum Beispiel den, dass wir uns gegenseitig lektorieren können.
So auch jetzt, da wir Flederzeit 3 schreiben. Das geht so: Runa schreibt Mila, ich Mattis. Die Handlung ist besprochen, jede von uns weiß, was sie zu tun hat. Jetzt müssen wir uns nicht mehr ständig absprechen.
Nur, manchmal wäre es schon gut. Da tauchen mitunter nämlich Situationen auf, die Faktenwissen verlangen. Pech, wenn man das nicht selbst hat. Also heißt es hier, die andere fragen. Kann dann aber sein, dass die gerade arbeiten ist oder einkaufen oder schlafen oder, oder, oder.
Wenn also beim Schreiben Fragen auftauchten, die wir alleine nicht lösen können, schreiben wir ‚Dings‘ und ‚Bums‘ oder ähnlichen Käse mitten in den Text. Platzhalter eben.
Danach haken wir das Thema erst mal ab und widmen uns anderen Problemen. Oft genug vergessen wir dann, wenn wir uns schließlich in Skype treffen, dass da ein noch zu klärendes Problem mit dem Text wäre, sprechen über dies und das, aber eben nicht über den neugeschaffenen Platzhalter. Genau aus diesem Problem heraus machen wir diese Platzhalter in aller Regel fett oder bunt.

Warum die Überarbeitung so wichtig ist

Spätestens beim Überarbeiten stolpern wir dann darüber. Da finden sich dann plötzlich solche Stellen:
>Sie würden zurückkehren ins Jahr des Herrn Maria weiß es bestimmt.<
Maria weiß es zwar nicht, ist aber willens – anders als Runa, die sich in solchen Fragen gern drückt und ihre Faulheit dann mit ehrfürchtiger Bewunderung für Marias Strukturiertheit tarnt – und in der Lage, aufwendig nachzurechnen und schlussendlich zu einem Ergebnis zu kommen. Ob es stimmt, sei mal dahingestellt. Runa trägt also die Jahreszahl ein (in diesem Fall 2007) und ich lese laut weiter. Bis zu folgender Stelle:
>Obiges Jahr war noch alles in Ordnung gewesen zwischen ihnen.<
Nichts fett, nichts farbig, also alles in Ordnung. Oder? ODER?

Naja, ich will hier niemanden auf die Folter spannen, ich, ganz Superlektorin, hab den Satz einfach geschluckt. Es war Runa, die mich darauf hinweisen musste, dass dort die Jahreszahl auch nochmal eingefügt werden muss.
„He! Warum ist das nicht markiert?“
Also, nichts gegen meinen Vorwurf, aber einem aufmerksamen Leser hätte sich aus dem Zusammenhang ergeben müssen, dass da was nicht mit rechten Dingen zugeht. Also schüttle ich nur den Kopf und stöhne. „Mensch Runa, du schreibst doch ständig solches Zeugs.“
Was meine Ehre zwar nicht unbedingt rettet, dennoch aber völlig korrekt ist.

So, jetzt wisst ihr das also auch!

P.S. Das ‚obige Jahr’ WAR übrigens sehr wohl fett. Nur fügte es sich so schön in den Fluss meines Wort-Zeugs ein, dass wir es doch wirklich hätten lassen können, oder?
Ach ja – faul bin ich, Runa, wirklich in diesen Dingen. Leider ist mein schlechtes Gewissen Maria gegenüber nicht so groß wie die Freude, die jeweilige Frage von ihr beantwortet zu bekommen.
Außerdem ist sie wahrhaft wundervoll klug und strukturiert und behält immer und überall zuverlässigst den Überblick über alle Zusammenhänge sämtlicher Fakten. Und was sie sagt, stimmt immer!

Echt wahr!

 

Allüberall auf den Tannenspitzen …

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Was, ist schon wieder Weihnachten?

*grübel* Was schreib ich denn dazu? *nachdenk*
Alle schreiben was, wünschen frohe Weihnachten.
Das will ich auch, klar, dennoch will ich darüber hinaus noch etwas anderes bieten. Eine schöne Geschichte schreiben – oder so.
Weihnachten, Weihnachten. Was gibt es denn da Erzählenswertes?

Ich (Maria) mag Weihnachten. Hab’s schon immer gemocht. Warum?
Darum:

Weihnachten war in meiner Kindheit und Jugend geprägt von Traditionen. Nicht die üblichen, nein, nein. Bei uns gab es beispielsweise einen Winterweihnachtsbaum ganz kurz vor Weihnachten. Bei einem Waldspaziergang wurden wir Kinder nämlich Jahr für Jahr von einem mit brennenden Kerzen verzierten Baum überrascht. Mitten im Wald, wohlgemerkt.
Allerdings mag sein, dass das Hauptinteresse von uns Kindern hauptsächlich den ebenfalls am Baum hängenden Süßigkeiten galt, denn die hab ich viel besser in Erinnerung als die Kerzen. Echt jetzt. Die Kerzen kenn ich eigentlich nur von den Schilderungen meiner Mutter.
Aber ich hab diese meine ganze Kindheit über stattfindende Aktion in so guter Erinnerung behalten, dass ich mir irgendwann mal vorgenommen habe, das mit meinen Kindern später auch zu machen.

 

Gute Vorsätze sind immer gut

Nun ja, irgendwie … es ist einfach niemals so weit gekommen. Nicht ein einziges Mal sind wir im Wald dem Christkind begegnet (dem Osterhasen schon eher, aber das war dann immer eine ganz andere Angelegenheit), niemals haben wir einen mit brennenden Kerzen geschmückten Baum gefunden. Und Süßigkeiten hingen auch nirgends rum.
Dafür haben sich bei uns andere Traditionen eingebürgert.
Am 24. Dezember gibt’s bei uns kein Fernsehen. Weil nämlich das Wohnzimmer zugesperrt ist, um dem Christkind so richtig die Bahn freizumachen (hat sich bisher immer gelohnt!).
Das heißt aber, dass ungeduldige, aufgedrehte Kinder irgendwie anders beschäftigt werden müssen. Daher schmücken sie ein Kinderbäumchen.
Jedes der Kinder hat sich nämlich vom Wildwuchs im Wald (genehmigt durch den Förster) schon am Wochenende vor Weihnachten ein Bäumchen gesägt. Das wird nun vor der Tür auf einem Holzbrett befestigt und geschmückt mit allem, was so einigermaßen wetterfest ist.
Danach wird Brot geklopft.
Richtig gelesen. Unsere Kinder bekommen einen Hammer und ein Brett und zerklopfen hartes Brot in rehmäulchengroße Stücke. Außerdem werden Karotten zerschnitten und dann alles mit den im Herbst gesammelten Kastanien und Eicheln vermischt. Für die Vögel binden wir Schnüre an Meisenknödel.
Und dann geht’s tatsächlich in den Wald. Immer. Seitdem ich Kinder habe, sind wir jeden heiligen Nachmittag im Wald, den Wildtieren eine schöne Bescherung bereiten.
Wenn alles verteilt ist und die Meisenknödel in den Bäumen hängen, brüllen wir noch: „Frohe Weihnachten ihr Tiere!“, ehe wir uns auf den Rückweg machen.

Sämtliche Rehe, Hasen, Füchse, Vögel und Eichhörnchen brauchen sicher Stunden, sich von diesem Schock zu erholen. Aber wenn sie dann kommen, finden sie ihre Weihnachtsbescherung.
Zu diesem Zeitpunkt sitzen wir aber schon längst in schönen Kleidern am Tisch, essen Weihnachtsplätzchen und trinken Tee oder heiße Schokolade. Und wenn wir damit fertig sind, singen wir, bis das Glöckchen für unsere Bescherung klingelt.

Kleiner Nachsatz: Meine Kinder sind inzwischen so groß, dass sie am Schmücken eines Kinderbäumchens nicht mehr viel Gefallen finden. Also haben wir das mittlerweile ersatzlos gestrichen. Brotklopfen und Tierweihnacht findet aber immer noch statt. Bei Wind und Wetter. Letztes Jahr bei strahlender Sonne und 20 Grad.

Mal sehen, wie es heuer wird!

 

Frohe Weihnachten allerseits!

Prüfung bestanden!

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Wir strahlen gerade von einem Ohr zum anderen – weil wir nämlich Post bekommen haben:
Von Schwester Apollonia aus „unserem“ Kloster!

<< Hallo und herzlichen Glückwunsch!
Ich habe inzwischen Ihr Buch gelesen und muss sagen: es hat mir sehr, sehr gut gefallen! >> schreibt sie – und noch einiges sehr Aufschlußreiches mehr.

WIR FREUEN UNS TOTAL!
Dass die Versuchung trotz der teilweise kritischen Gedanken und der beiden Liebesgeschichten selbst bei einer unmittelbar betroffenen Nonne nicht auf Ablehnung stößt.
Sondern dass sie sie nach eigener Aussage sogar „genossen“ habe.

Und jetzt braucht Maria endgültig nicht mehr zu befürchten, von den Altomünsterern gelyncht zu werden. 😉

Das Glück in der Aichacher Zeitung

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Heute sind wir glücklich gemacht worden.

Von einer sehr freundlichen und engagierten Mitarbeiterin der Aichacher Zeitung, die obenstehenden Zeitungsartikel über unsere Lesung geschrieben hat.

Sie ist so offen auf uns zugekommen, hat sich ehrlich für uns interessiert, uns Fragen gestellt und zugehört und nachgehakt – um herauszufinden, was wir tun, wer wir sind, was uns ausmacht.
Es ist herrlich, dass wir uns auf diese Weise als etwas ganz Besonderes fühlen dürfen – auch in der großen, weiten Welt!

Ganz herzlichen Dank dafür, liebe Frau Huber!

Maria G. Noel und Runa Winacht

Es war einmal – ein Kloster!

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Die Versuchung ist an ihrem Handlungsort gelandet

Am Freitag, dem Tag nach der Lesung, durften wir, in Begleitung des Klosterspezialisten Professor Liebhart, ins Kloster. Die Priorin Mutter Apollonia hat uns herumgeführt, sämtliche Fragen beantwortet und auch darüber hinaus aus dem Nähkästchen geplaudert.
Ganz zum Schluss – und ausgerechnet in der Kapelle – haben Runa und ich ihr dann ein Exemplar unserer Versuchung überreicht.
Schwester Apollonia hat sich sehr gefreut, als sie hörte, dass die Geschichte in ihrem Kloster spielt. „Oh, das werden wir dann bei der Tischlesung vorlesen.“
„Oh, nein“, riefen Runa und ich wie aus einem Mund. „Bitte lesen Sie es erst selbst und entscheiden dann!“
Erst und selbst (und laut) hat sie dann an Ort und Stelle den Brief gelesen, den wir ihr zum Buch geschrieben hatten. Denn es gehören schließlich ein paar Erklärungen zu einem Klosterroman, der davon handelt, wie der Sturm der Reformation über das Kloster hereinbricht und die damalige Äbtissin zwingt, mit wenig ruhmreichen Taten zu verhindern, dass es vollständig zerstört wird.
Mit Erfolg! Immerhin ist sogar heute, 500 Jahre später, noch immer alles da. Sogar der Kerker.
Nun ja, drückt uns also die Daumen, dass unsere Versuchung Gnade vor dem gestrengen Auge der jetzigen Priorin finden möge. Andernfalls, ach, an andernfalls mag ich gar nicht denken