Einmal Qindie und zurück

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Wenn das Maß voll ist …

Ab sofort weisen wir die Qindie-Zugehörigkeit weit von uns. Was dort zurzeit geschieht, ist mit dem, was Demokratie bedeutet, in keiner Weise vereinbar. Die Gruppe mag mit guten Zielen gestartet sein, doch inzwischen sind so viele Dinge geschehen …
Jeder soll dort eine gleichberechtigte Stimme haben. Die Realität sieht leider ganz anders aus:
Eines der ersten Vorkommnisse, die uns sehr nachdenklich haben werden lassen, war die Tatsache, dass bei Abstimmungen mal eben aus meinem ‚Nein‘ ein ‚Ja‘ gemacht wurde, wenn es so besser ins ‚demokratische‘ Gesamtbild passte. Wohlgemerkt, ohne mich zu fragen.
Ein weiteres Vorkommnis ist die seltsame Sache mit der Qindie-Anthologie, für die wir Beiträge gespendet haben – und die seit gestern seltsamerweise keine Qindie-Anthologie mehr ist.
Es gab irgendwelche nicht näher benannte Differenzen – voila! Mehr muss der Normalqindie ja wohl nicht wissen. Demokratie nach Qindie-Art eben.
Das Maß endgültig voll gemacht hat jedoch der Kolumnenbeitrag gestern: Der Begründer des größten Piraten-Netzwerks hat auf Qindie eine Plattform gekriegt, darf dort allen erzählen, welch toller Hecht er ist, welch dumme Menschen Autoren sind … dass der Wert ihres geistigen Eigentums gegen Null tendiert und ihnen demgemäß kein Schaden entstünde, wenn Piratenplattformen ihre Bücher raubkopieren – und gegen eine geringe monatliche Gebühr (die die Betreiber unterstützen sollen) unter die Leute bringen.
Müßig zu erwähnen, dass von der Qindie-Betreiberseite weder gefragt wurde, ob wir mit dieser Aktion einverstanden sind, noch, dass unser sofortiger Protest dagegen in irgendeiner Form zur Kenntnis genommen wurde. Und so bleibt nur eines: Endlich die Konsequenz zu ziehen.

Ab sofort … aber das steht ja oben!