Vampiralarm!

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Was mögen Leser lesen?

Wie mögen sie das verpackt haben? Wie wichtig sind Buchtitel und Buchcover?

Das fragen wir uns schon seit Jahren. Und genauso lange beobachten wir Bücher anderer Autoren, wie sie von der Leserschaft angenommen werden – oder eben nicht.
Das hat Einfluss auf unser Schreiben, auf die Titelgebung, auf unsere Cover, ohne jeden Zweifel.
Unser letzter historischer Roman ist eine Geschichte um die Vampirhysterie im Böhmen des achtzehnten Jahrhunderts. Und um die reale Adelige Eleonore von Schwarzenberg, die diesem Umstand – und der Tatsache, ziemlich mysteriös gewesen zu sein – ihren Beinamen Vampirprinzessin verdankte.
Nach ihr hätten wir das Buch gern benannt. Da es aber eine Fernsehdokumentation zur selben Person gibt, die auch so heißt, verzichteten wir.
Wir rangen also mit uns, kämpften mit Worten, mit Bedeutungen und Deutungen – und erkoren schließlich den Titel: Blut wie rot. Klingt stark, finden wir. Und verspricht auch etwas.
Wobei der Titel nach wie vor daran krankt, dass der Kern unserer Geschichte, eben der Bezug zu Vampiren, nicht so recht daraus ersichtlich ist.
Inzwischen sind wir mutiger geworden und fragen uns: Macht es etwas, wenn ein Fernsehfilm ebenso heißt? Nö, oder?
Daher haben wir es gewagt – und unser Buch umbenannt. ‚Die Vampirprinzessin‘ heißt es jetzt. Wie ursprünglich geplant.
Wohin der Geschichtshase läuft, ist jetzt doch ganz offensichtlich, oder?

Nach dem Schreiben ist vor dem Schreiben – Teil 4

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 Mord im Ort

In Krimis geschehen gern Morde. In Regionalkrimis mit Vorliebe an prägnanten Orten, die die Ortsansässigen oder Fans auch wiederfinden und sie besuchen können, um mit Schaudern an die schrecklichen Begebenheiten der Geschichte zu denken. Da soll unser Krimi keine Ausnahme machen.
Jetzt wirft sich uns allerdings eine wirklich wichtige Frage auf: Unser Mord findet in einem Privathaus statt. Er wird gemeldet, die Polizei kommt, Spurensicherung, Kripo … Die alle fahren zu einer ganz bestimmten Adresse, die auch genannt wird. Immerhin ist sie nicht zufällig gewählt, die Örtlichkeiten spielen eine Rolle für den Handlungsverlauf.
Das heißt aber natürlich auch, dass an dieser Adresse jemand lebt. Irgendjemand wohnt in dem Haus, das wir als Tatort auserkoren haben.
Nun ist es ja nicht zwangsläufig so, dass der echte Hausbewohner sich freut, wenn er erfährt, was wir bei ihm geschehen lassen. Demgemäß gefällt uns der Gedanke nicht sonderlich, dort einfach mal zu klingeln und den Leuten mitzuteilen, was wir planen.
Alternativ könnten wir natürlich einen Tatort erfinden. Was einerseits größere Eingriffe in die lokalen Gegebenheiten erfordert. Eine neue Straße müsste her, ein Grundstück geschaffen werden, mehr als nur ein Haus erbaut … Und andererseits den Reiz schmälert, den es für den Leser ausmacht, eine Geschichte zu lesen, die an bekannten Orten spielt.

Hm. Schwierig, schwierig. Wie seht ihr das denn?