Nominiert!

Eingetragen bei: Allgemein | 0

Wir beide wurden von unserer sehr geschätzten Kollegin Elsa Rieger für den „Liebster Award“ nominiert.
Es ist also jetzt an uns, ein paar Fragen zu beantworten. Danach sollen wir weitere Autoren nominieren. Was wir natürlich sehr gerne tun.

Hier also die Fragen mit Marias Antworten:

1. Hast du ein Buch, welches ein sehr wichtiger und bedeutender Begleiter in einer Phase deines Leben war?

Früher, in meiner Jugend, war das ‚Wer die Nachtigall stört‘ von Harper Lee. Ein Buch voller Wärme und Witz, voller Drama und Spannung. Ich habe es schätzungsweise 100 mal gelesen. Später, als ich schon das Jucken in den Fingern hatte, selbst zu schreiben, war es Harry Potter von Joan K. Rowling. Cornelia Funke hatte in einem Interview erzählt, dass Rowling sehr dicht schreibt. Das wollte ich unbedingt auch können.

2. Hast du einen Wunsch, der bislang unerfüllt blieb?

Oh ja! Da sind so einige. Aber genau die sind der Ansporn für mich, immer weiter zu machen. Deshalb bin ich mir gar nicht sicher, ob ich sie alle erfüllt haben will!

3. Wenn es etwas gäbe, was du in der Welt oder in der Gesellschaft ändern könntest, was wäre das?

Oh, hätte ich die Macht dazu, würde ich dafür sorgen, dass jeder Mensch sich liebt, wirklich gut zu sich ist. Wenn wir uns selbst liebten, fiele es uns ganz leicht, unseren Nächsten ebenfalls zu lieben.

4. Mit welchem Genre aus dem Bereich Bücher könntest du dich gar nicht anfreunden?

Ein Fachbuch könnte ich nicht schreiben. Ich würde immer ins Erzählen geraten, ins Zeigen, ins Anschaulich werden.

5. Hast du einen besonderen Bezug zur Natur, gibt es etwas, was dich fasziniert?

Als Stadtkind geboren, hatte ich immer das Gefühl, den Moment im Frühjahr zu verpassen, in dem die Natur den Schalter umlegt und wieder loslegt. Seit vielen Jahren bin ich jetzt schon ein Landei – und genieße es, Jahr für Jahr live dabei zu sein.

6. Bei welcher Musik kannst du dich so richtig gehen lassen und tauchst dabei ein?

Früher hab ich ständig Musik gehört. Alles. Klassik, Rock, Pop. Mit dem Älterwerden mag ich es stiller um mich. Aber Irish Folk hör ich gerne beim Autofahren und bei Abba kann ich prima putzen.

7. Kennst du ein Bauwerk, welches dich „magisch“ anzieht und das es auf der ganzen Welt nur einmal gibt?

Ach ja, immer das, das in unseren Geschichten eine wichtige Rolle spielt. Wir machen gerne Recherchereisen dorthin und erforschen alles, so gut es geht. Am meisten fasziniert mich immer noch das Kloster Altomünster. Runa und hatten zwar schon zweimal die Gelegenheit, dem Kloster einen Besuch abzustatten, aber die für uns interessantesten Räume wie Kapitelsaal oder Refektorium liegen innerhalb des Klausurbereichs, da durften wir leider nie rein.

8. Gibt es ein Erlebnis in deinem Leben, welches dich positiv geprägt hat, an das du dich gern erinnerst?

Nicht nur eines!

9. Von welchem Film oder Buch würdest du dir unbedingt eine Fortsetzung wünschen?

Mit dem Ende von Harry Potter war ich nicht zufrieden, bzw. mit verschiedenen Teilaspekten davon. Allerdings wünsch ich mir davon keine Fortsetzung, das hab ich schon selbst erledigt. Diese Fanfiction war mein allererster Versuch, einen Roman zu schreiben. Ich bin heute noch dankbar, dass Rowling so gemein zu manchen ihrer Figuren war, dass ich das gar nicht ertragen konnte, denn sonst wäre ich jetzt nicht hier. Aber das ist nun wirklich eine ganz andere Geschichte!

10. Gibt es eine Tätigkeit, die du unheimlich gern ausübst?

Ostereier suchen. Quatsch – schreiben natürlich!

11. Hattest du als Kind einen Traumberuf?

Als Kind liebte ich die Jacques Cousteau-Filme und wollte unbedingt Tiefseetaucherin werden. Ein Erlebnis mit Haien hat mich jedoch erkennen lassen, dass ich vielleicht doch lieber auf dem Land bleibe.

Und hier nun Runas Antworten:

1. Hast du ein Buch, welches ein sehr wichtiger und bedeutender Begleiter in einer Phase deines Leben war?

Harry Potter. Und ganz viele Fanfictions um Severus Snape, die mich zum Schreiben gebracht habe, dazu, den Tod meines Mannes zu verarbeiten und heute, glücklich zu sein.

2. Hast du einen Wunsch, der bislang unerfüllt blieb?

Die große Liebe finden und ganz viele Kinder kriegen – das waren meine beiden Wünsche als Kind. Hab ich beides erfüllt bekommen. Dass ich jetzt einer der Menschen bin, die eine echte Berufung haben, die sie absolut glücklich macht, hat das noch mal getoppt. Was sollte ich mir noch wünschen? 😉
Aber natürlich tue ich es trotzdem, unersättlich, wie ich bin. Und da bleibt es nicht bei einem Wunsch!

3. Wenn es etwas gäbe, was du in der Welt oder in der Gesellschaft ändern könntest, was wäre das?

Dass Menschen ihre Beziehungen bewusster und auch kompetenter leben. Vielleicht so etwas wie ‚Lebens- und Liebesunterricht‘ in der Schule?

4. Mit welchem Genre aus dem Bereich Bücher könntest du dich gar nicht anfreunden?

Mit allen Geschichten, in denen die Personen mit ihren Beziehungen nur eine untergeordnete Rolle spielen.

5. Hast du einen besonderen Bezug zur Natur, gibt es etwas, was dich fasziniert?

Natur mag ich am liebsten, wenn ich sie mir beim Schreiben vorstelle. 😉

6. Bei welcher Musik kannst du dich so richtig gehen lassen und tauchst dabei ein?

Ich brauche Musik mit Worten. Reine Instrumentalstücke sind mir zu langweilig. Dramatisch muss sie sein und am liebsten schwermütig. Rockmusik aus sämtlichen Bereichen kommt dem am nächsten …

7. Kennst du ein Bauwerk, welches dich „magisch“ anzieht und das es auf der ganzen Welt nur einmal gibt?

Für mich als Schleswig-Holsteinerin sind Burgen etwas Magisches. Und die Burg, die mich bisher am meisten fasziniert hat, ist das Schloss in Krumau.

8. Gibt es ein Erlebnis in deinem Leben, welches dich positiv geprägt hat, an das du dich gern erinnerst?

Die Spiele mit meinen beiden besten Freundinnen Sandra und Nicole in unserer Kindheit. Die Liebe zu meinem Mann. Meine Kinder. Maria. Meine Therapie und mein Lernen, selbst Therapeutin zu sein. Und noch jede Menge mehr, wenn ich noch länger nachdenken würde …

9. Von welchem Film oder Buch würdest du dir unbedingt eine Fortsetzung wünschen?

Vom Winde verweht – aber eine, in der Scarlett eine echte Entwicklung durchmacht und schließlich eine gesunde Beziehung mit Rhett leben kann.

10. Gibt es eine Tätigkeit, die du unheimlich gern ausübst?

Schreiben. Es gibt einfach keine bessere Tätigkeit auf dieser Welt. 🙂

11. Hattest du als Kind einen Traumberuf?

Seit Tores Hayden’s ‚Sheila‘ wollte ich Therapeutin werden.

Und nun zur Nominierung. Wir ernennen folgende Autorenfreunde und -kollegen, ebenfalls die ‚Liebster Award‘-Fragen zu beantworten:

Runa:

Fromme Helene
Kerima Scriptor
Bettina Gruhle
Sam Miskull
Tanja Neise
Grit Stange

Maria:

Veronika Aretz
Elke Bergsma
Bianca Joekel
AP Glonn
Dana Graham
Dieter Petersen

Viel Spaß euch!

Happy Birthday!

Eingetragen bei: Allgemein | 0

Eine berühmte Fanfiction ist schuld

Eine Geschichte, in der Snape und Hermine nichts anderes tun, als einen Urlaub zu genießen – Brötchen zu schmieren, Hermines schlafende Kinder zu betrachten, miteinander zu duschen … Womit die Autorin massenweise Reviews absahnte.
Damals waren meine Freundin inuverse und ich, Runa, noch neidisch. Und fragten uns: Können wir auch erreichen, die Leser derartig um den Finger zu wickeln, indem wir unsere eigenen Bedürfnisse zurückstellen und ausschließlich das bedienen würden, was die Lesermassen wünschen?

Gut, inu würde ihre Vorliebe auf ihre komplexen Plots und politischen Wirrungen verzichten müssen und gleich im ersten Kapitel Sex bieten. Und zwar Sex aus den üblichen Standard-Formulierungen. „Seine Zunge forderte Einlass und die seines Geliebten zu einem heftigen Duell“ und „Federleichte Küsse auf seine stahlharte Männlichkeit brachten ihn schier um den Verstand“ und so etwas.
Ich würde meinen eigenen Charakter Caryn durch die populäre Hermine ersetzen müssen. Und eine ganz einfache Sprache benutzen, so tun, als wäre ich nicht die abgedrehte Astrid-Runa.
Ja, wir wollten unser Unterfangen auf jeden Fall inkognito durchziehen, nicht dass diese Experimente negativ auf uns zurückfallen würden! Pia und Kerstin nannten wir uns, und ‚twin romance‘ den neugeschaffenen Account, au ja!

Unser Plan ging voll auf. Inu erhielt für ihr Einstiegskapitel über 20 Reviews. Und ich, durch Hetero-Geschichten zu kleineren Brötchen gezwungen als sie im Slash-Milieu, immerhin 6. (SECHS! Ich war, was das betraf, alles andere als verwöhnt 😉 )
Ja, und mein allererstes Review – seht ihr auf dem Foto.

Andere Zeiten, andere Namen: Astrid-Rund und Feuerbohne

Damals nannte sich Runa noch Astrid-Runa. Ich war Feuerbohne, ein Pseudonym, mit dem ich mich wirklich rundum wohl fühlte. Ich wurde mit Feuer angesprochen, mit Bohne, Böhnchen … Hab ich alles gemocht. Inzwischen mag ich mein neues Pseudonym Maria aber ganz genauso.
Damals, 2009 *lach*… Im Dezember 2008 hatte ich angefangen, meine Fanfiction über die Rettung Severus Snapes hochzuladen. Jeden Mittwoch und jeden Sonntag je ein Kapitel.
Aber ich habe auch fleißig andere Fanfictions gelesen. Tolle und grottige und alles dazwischen. Eigenartigerweise beobachtete ich, dass weder Inhalt noch Fehler eine Rolle spielten beim Erfolg, sprich, bei der Anzahl der Reviews. Hauptsache, es war eine Slash-Geschichte (vorzugsweise P-18 mit einem hohen Gehalt an Sex-Schilderungen) oder eine Snape-Hermine Story (ebenfalls P-18 und jede Menge Sex).
Obwohl längst erwachsen, hab ich teilweise sehr runde Augen bekommen, beim Genuss einiger dieser Geschichten. Aber ich lernte. Und zwar: Sex ist nicht gleich Sex. In den meisten Geschichten war er völlig austauschbar, Schilderungen voller Plattitüden. Und dann gab es eben Sex, der mich wirklich packte.
Für die anderen Leser schien aber auch dieser Unterschied keine Rolle zu spielen. Hauptsache … naja. Ich war ja schon ein bisschen neidisch. In meiner Geschichte prickelte es durchaus auch mal. Und das keinesfalls auf Allgemeinplatzniveau. Aber sie wurde einfach nicht beachtet.
Wie auch? Sie war P-12. Meiner damals 13-jährigen Tochter und ihren Freundinnen zuliebe.
Leser hatte ich wenige und noch viel weniger Reviews. Gerade in die Pubertät eingezogene Mädchen schreiben eben selten eine Rückmeldung für die Mutter ihrer Freundin.

Der Clou: Wir haben unabhängig voneinander fast identisch reagiert

Zur gleichen Zeit wurde auf Fanfiktion.de eine Geschichte hochgeladen, die diesbezüglich reichlich absahnte. Auf niedrigem Niveau, voller Allgemeinformulierungen und, witzigerweise, voller unmöglichem Sex. Echt. Da waren Stellungen dabei, die einfach nicht funktionieren können. Ich hab einige sogar ausprobiert und weiß es deshalb aus erster Hand! 🙂
Aber den Lesern war das alles wurst, sie reviewten: ‚Wow, deine Geschichte ist so toll, sie ist meine Lieblingsgeschichte. Schreib ganz schnell weiter!“
Ja, ich war neidisch. Auf die vielen Leser, auf die vielen Reviews. Die ich nicht hatte. Obwohl deren Reviews genauso austauschbar waren wie die Kapitel, denen sie galten.
Eines Tages platzte mir der Kragen. „Ich schreib jetzt ne Snape-Geschichte mit Sex. Jawohl!“ Allerdings nicht mit Hermine. Sorry, aber das ging mir dann doch zu weit. Hermine war und ist für mich eine Schülerin und Snape damit weit unterlegen. Für meinen Snape wollte ich eine ebenbürtige Partnerin. Eine die ihm, ohne mit der Wimper zu zucken, eines auf die Nase haut, wenn er ihr zu dumm kommt. Naja, ich setzte mich also hin und tippte los. ‚Das perfekte Sprengkommando‘.
Aber gleichzeitig las ich auch weiter, immer auf der Suche nach einer guten Fanfiction. Inzwischen las ich auch Hermine-Snape-Geschichten. Wenn sie denn gut waren. Und prompt stolperte ich über eine, die sich sehr vielversprechend anließ: ‚Okklumentik mit Folgen‘. Von Twin Romance. Noch nie gehört. Dennoch, das erste Kapitel gefiel mir so gut, dass ich ein Review hinterließ.

Ziel dieser ganzen Aktion: Gleichgesinnte finden

Ich erinnere mich nicht mehr, aber offenbar habe ich schon vor dem Posten des zweiten Kapitels geguckt, wer diese Frau mit dem lustigen Namen war. Jedenfalls habe ich den hervorragend geschriebenen Prolog des ‚Goldenen Hauses‘ gefunden und das in meinem Dank für ihr Review erwähnt.
Dann kam das zweite Kapitel – und ein neues Review von Feuerbohne. Und darin gleich weiterführende Fragen. Ob twin romance denn gemeinsam schreibe? Und wenn ja, wie?

Ich musste antworten, und ich musste persönlich antworten. Ohne preisgeben zu dürfen, wer ich in Wahrheit war. Was schon nach der nächsten Antwort von Feuerbohne schwierig wurde, weil sie mir ihren Namen verriet. Hilfe!
„In Wirklichkeit bin ich nicht Kerstin“, schrieb ich. „Aber mit Rücksicht auf Pia, die auch nicht Pia ist, darf ich dir leider nicht verraten, dass ich in Wirklichkeit …“

Zum Glück nahm Maria es mir nicht übel, und ein reger Austausch begann.
Zuerst die Entdeckung tausender Parallelen. Angefangen mit unserem Neid auf besagte Fanfiktion (es war ungemein verbindend, dass uns dieselbe Geschichte quer im Hals lag) – und unseren Reaktionsgeschichten darauf. Dass wir Severus Snape glücklich machen wollten. Dass wir beide weiterkommen wollten im Schreiben, lernen, besser werden. Aber auch, dass für uns beide Vokale Farben haben. Und vieles, vieles mehr.

Mit der Zeit begann ich, immer mehr unter meiner nicht gelüfteten Identität zu leiden.
Doch ich hatte das Glück, an eine Frau geraten zu sein, der es einen Heidenspaß macht, Geheimnisse zu knacken. Zu suchen und zu recherchieren und Spuren zusammenzutragen. Dennoch war ich überrascht, als sie mir eines gar nicht fernen Tages eröffnete, dass sie bei Astrid-Runa und dem ‚Zweiten Leben‘ angelangt sei.
Überglücklich durfte ich endlich Runa sein. Und nach all den Gemeinsamkeiten auch Marias und meine Gegensätzlichkeit genießen. Inuverse und ich sind schreibtechnisch voll auf einer Wellenlänge, haben sehr ähnliche Lesebedürfnisse. Maria dagegen legte auf ganz andere Dinge Wert.
Da war ganz schnell das Gefühl: „Sie und ich könnten uns ergänzen, könnten die Andere bereichern und selbst bereichert werden. Zusammen könnten wir …“

Fahnden und recherchieren: Wichtige Voraussetzungen für gute Geschichten

Ja, ja, meine Detektivgene. Mit wenigen Hinweisen, aber unter Berücksichtung sämtlicher logischer Schlüsse fahnden und forschen … Muss ich betonen, dass ich ausgesprochen gerne recherchiere?
Dass sich hinter Kerstin von twin romance aber ausgerechnet Astrid-Runa verbergen musste? Eine Autorin nämlich, von der ich schon mehrere Geschichten gelesen und die mich mit ihrem anspruchsvollen Schreibstil durchaus nicht nur beeindruckt, sondern sogar eingeschüchtert hatte. Die war mir über, das merkte ich bei jedem Satz, den ich las. Aber ihre Hermine-Snape-Geschichte, eher für die Allgemeinheit geschrieben, allerdings ohne das Allgemeinzeugs, was in jeder anderen Geschichte zu lesen war, ja, die gefiel mir.
Gemeinerweise hat Runa diese Geschichte nicht fertig geschrieben. Sie beschloss nämlich irgendwann, zu ihrem Stil zu stehen und nur noch nach ihrer eigenen, sehr weiten Kragenweite zu schreiben. Und so bin ich niemals in den Genuss gekommen, zu erfahren, wie bei ihr Snape und Hermine zusammengekommen wären.
Mein Sprengkommando jedoch hab ich fertig geschrieben. Aber da hatte ich Runa bereits besser kennengelernt und sie war meine Betaleserin geworden. Ein umwerfendes Erlebnis übrigens. Ich habe die von ihr bearbeiteten und an mich zurückgeschickten Kapitel archiviert und genieße sie manchmal heute noch.

Naja, dieses alles entscheidende Review habe ich heute vor 5 Jahren geschrieben. Um 14:13 und 46 Sekunden.
Wir, also Winacht & Noel, sind heute auf den Tag 5 Jahre alt.
Happy Birthday!