Die Versuchung und ihre süßen Folgen

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Unser neuer Historischer Roman

Wir sind überwältigt! Nicht nur, dass unsere Einführungsaktion für die ‚Versuchung‘ so überaus erfolgreich verlaufen ist, sie wird tatsächlich auch gelesen.
Immer wieder erreichen uns Meldungen von Lesern, die uns ihre Begeisterung zeigen, die Geschichte loben, das Cover.

Um es noch einmal zu betonen: Das Cover hat Veronika Aretz gestaltet. Ihr gebührt also das Lob dafür. Das Lob für den Text und die dahinterstehende Recherche aber geht Runa und mir runter wie Öl.

Wer selbst schreibt, wird es wahrscheinlich auch schon erlebt haben: Man gerät dabei mitten hinein in die Handlung, wird Teil davon.
Und so sind wir mit Mathilda durch die langen Klosterkorridore gegangen, haben mit ihr am Beichtplatz gekniet und im Schuldkapitel neben ihr auf dem kalten Steinfußboden gelegen. Und selbstverständlich haben wir uns gemeinsam mit ihr im Finsteren Gang gefürchtet.
Wir haben Arnos strategisches Talent in seinen Diskussionen verfolgt, ihm unsere Argumente zugeflüstert und uns gefreut, wenn er sie in seine Überlegungen mit einbezogen hat.
Wir haben die Versuchung mitgelebt.

Wenn uns das mit euch Lesern ebenfalls gelingt, wenn wir euch mit-sehen, mit-schmecken, mit-erleben lassen können, was vor 500 Jahren geschehen ist (bzw. unsere Interpretation davon), so erfüllt uns das mit riesiger Freude und auch mit Stolz.

Namensfreud und Ersetzungsleid

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Namen finden für Nebenfiguren

Manchmal ist es einfach und es drängt sich ein toller Tellingname auf. Oder man assoziiert einen realen Menschen, dessen Name unbedingt mal in einer Geschichte vorkommen sollte. Oder man nimmt den erstbesten Namen, der einem in den Sinn kommt.

Ich, Runa, bin in so was ganz schlecht. Wenn ich Pech habe, höre ich an so einer Entscheidung auf zu schreiben und ergehe mich ganz in einen langwierigen Namensfindungsprozess. Aus diesem Grund habe ich begonnen, die betreffende Figur vorläufig „Dings“ zu nennen.

Neulich jedoch war der Name für eine Dienerin gleich präsent: Geli. Hieß sie einfach.

„Haben denn einfache Leute damals ihren Kindern lateinische Namen gegeben?“, fragte Maria skeptisch.
„Hmm. Vielleicht war der Vater-Knecht mal in eine höhere Frau verliebt und wollte seine erstgeborene Tochter nach dieser Angelika benennen?“
„Vielleicht kriegen wir eine Ein-Sterne-Rezension, weil einer sich darüber ärgert?“
„Na gut. Wie soll sie denn dann heißen?“
„Ach, irgendwie. Anna!“

Gesagt – getan.
Dank der Word-Funktion „Suchen und Ersetzen“ überhaupt kein Thema!

Najaaa. In diesem Fall hat die mir ein für allemal abgewöhnt, den Namen „Geli“ im Rahmen eines Dokuments in den Mund zu nehmen:

„Sie hatte bisher vermieden, sich eingehend mit dieser seltsamen Annaebten zu beschäftigen.“

„Es war gut, Johanns Gemeinheiten nicht mehr hilflos ausAnnaefert zu sein.“

„Sie hatte alle Punkte aufAnnastet.“

*lach*
Ich bin gespannt, was mir in den Tiefen der Geschichte sonst noch so begegnen wird!

Und gutes Annangen bei allem, was ihr gerade tut!
:o)

Der Finstere Gang

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Der reale Hintergrund unserer ‚Versuchung‘

Das hat man davon, wenn man historische Romane schreibt – über einen Ort, den es bis heute gibt. Das Kloster aus der ‚Versuchung‘, der Birgittenkonvent, existiert nämlich noch immer, es leben dort sogar noch zwei Nonnen, die eisern die Stellung halten.
(Nein, der Männerkonvent ist leider nicht mehr da. 1803, im Zuge der Säkularisation, wurde er aufgelöst, die Gebäude verkauft und privatisiert. Heute sind kleine Wohnungen dort, wo Arno und Oekolampadius 1521/22 im Kapitelsaal Schuldkapitel abhielten, in ihren Zellen mit sich um Gott und ihren Glauben rangen …
Schade. Wenigstens lebt auf dem Speicher des sogenannten ‚Kollerstocks‘ eine Fledermauskolonie, ich hab sie selbst schon gesehen …
Aber das hat hier eigentlich keine Relevanz. )

Finsterer Gang 2Alles ist noch da – zumindest fast alles

Also, sonst ist alles noch da. Nur eben nicht mehr haargenau so wie vor 500 Jahren. Man denke alleine an all die Renovierungen, die neuen Anstriche, die Sanierungen, die Modernisierungen …
(Stopp, stopp! Modern ist am Kloster irgendwie gar nichts. Gut, inzwischen haben sie schon Telefon und auch Internet, hat uns Schwester Apollonia sogar höchstpersönlich erzählt. Auch haben wir dort eine Heizung gesehen, und in den Zellen befinden sich Waschbecken. Jedenfalls in denen, die heute das ‚Gästehaus‘ darstellen. Denn man kann dort wohnen. Auf Zeit. Als Gast…)
Wie auch immer, als wir die Versuchung schrieben, sind wir überallhin gegangen, wohin man uns ließ. Die Klausur ist heute wie damals streng verboten, von dort haben wir nur Fotos gesehen. Aber der ganze Rest …

 

Es ist nicht alles schwer zu erreichen. Und der sogenannte Finstere Gang, um den es heute gehen soll, ist sogar eine der Hauptattraktionen des Ortes.
Der Finstere Gang ist wirklich finster und schlängelt sich zwischen Kirche und Frauenkonvent halb unter der Kirche, halb unter dem Kloster entlang. Heute verbindet er das Kirchen-Hauptportal mit dem Pfarrhof und dem Redhaus, in dem Mutter-Kind-Spielgruppen stattfinden. Er ist eine tolle Abkürzung, wenn man zur Bücherei will oder zum alten Kindergarten.
Früher war er die einzige Verbindung zwischen den Konventen und dem Friedhof. Dort mussten Nonne und Mönche entlang, um jeden Tag am offenen Grab Besinnung zu halten.
Dachten wir zumindest.

Finsterer Gang 3Recherche ist wichtig – und trotzdem manchmal nicht richtig

Wenn man historische Romane schreibt, recherchiert man erst einmal. Wie war es damals, wie sah es aus? Man sichtet alte Stiche, betrachtet perspektivisch völlig verzerrte Gemälde und versucht, sich daraus ein Bild zu machen. Dann studiert man Schriften. Wie waren die Menschen damals, von wann bis wann waren sie im Kloster? Welche Eigenschaften lassen sich aus dem heute noch bekannten ableiten …
Am besten für eine Geschichte ist, man findet gar nichts. Gibt es keine Überlieferung, dann kann man es sich so zusammenreimen, wie man es braucht. Ein Mann wird zum Säufer, weil es uns in den Kram passt – und weil in der Überlieferung steht, dass seinetwegen die Kosten für Kirchwein in die Höhe gegangen sind … hicks und sorry.

Es gibt eine Birgitten-Klosterregel, die den Ordensleuten befiehlt, jeden Tag an einem offenen Grab innezuhalten und an den eigenen Tod zu denken.
Seltsam in unseren Augen, aber es machte die Notwendigkeit des Finsteren Gangs einleuchtend.

Bei dem haben wir uns absolut auf der sicheren Seite gewähnt. Was sollte man dort schon verändern können, außer die Türen, die tatsächlich in seiner Dunkelheit vorhanden sind, mal erneuern, einen Handlauf einbauen, damit niemand stürzt, ganz dezente Lämpchen an den stockfinstersten Stellen im Boden einlassen, damit die Gemeinde keine Schmerzensgeldzahlungen leisten muss, falls jemand mal verunglückt? Naja, und das ‚Fegefeuer‘ anbringen, denn dieses Bild, das in einer Nische unterhalb der einzigen Lichtluke des ganzes Ganges hinter einer Glaswand zu sehen ist, ist deutlich jüngeren Ursprungs.
Der Finstere Gang war für uns also das einzig Öffentliche, das mit Sicherheit noch so war wie damals.
Dachten wir zumindest. Und deswegen haben wir ihm eine überaus wichtige Rolle in unserer Versuchung verpasst.

Wie kann man sich täuschen … Der Finstere Gang beginnt, ich schrieb es bereits, neben der Kirche, wo sich der ehemalige Klosterfriedhof befand (die ausgegrabenen Knochen kann man, mit Namen und Sterbedaten versehen, in einer Seitenkapelle besichtigen). Heute steht da nur noch ein Kriegsdenkmal auf einer grünen Wiese. Aber nett ist es.
Also, der Finstere Gang hat genau hier seinen Beginn – und er schlängelt sich ein wenig nach recht und links und dann lange geradeaus … zwischen Kirche und Kloster, ehe er vor dem Fegefeuer einen scharfen Knick nach links macht und über 14 wirklich steile Stufen nach oben führt, direkt auf den Hof zwischen Frauenkonvent und Redhaus.
Dieser Finstere Gang war damals wichtig – und ist heute nicht unwichtig. Immerhin gibt es keine bessere Stelle, um erste Küsse auszutauschen – und noch so einiges mehr …
Aber ich schweife schon wieder ab.

Das offene Grab
Das offene Grab

Für die Frauen gab es schon immer eine Gruft

 

Wir haben erst nach Vollendung der Versuchung erfahren, dass der Finstere Gang damals anders endete. Nämlich dort, wo heute Fegfeuer und Lichtluke sind. Nach rechts hinaus, zum Männerkonvent hin. Die Männer waren es, die die Verbindung zum Friedhof brauchten.
Den die Frauen niemals betreten haben. Weil sie eine Gruft innerhalb ihres Klosters haben, in der ihre Verstorbenen beigesetzt werden.
Runa und ich waren drin. Erst kürzlich!
Aber eindeutig zu spät für unsere Geschichte.

Was war damals also noch anders? Was alles ist falsch in unserer Geschichte?
Mag ja sein, dass das in historischen Romanen immer so ist. Dennoch, versteht ihr nun, warum ich mich nicht nur freue, wenn ihr morgen alles nachlesen könnt?

Tempo, Namen und andere Widrigkeiten

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Computer haben ein Eigenleben – ganz sicher

Mein Computer hat eine ausgeprägte Persönlichkeit mit Vorlieben und – Abneigungen. Seine Vorlieben sind – mein Mann. Bei mir muckt er gerne, verweigert, was ich von ihm verlange.
Also, ich würde das nicht unbedingt gleich als Abneigung werten, eher als pubertierendes Gezicke (was vom Alter her ja auch durchaus hinkommen könnte!)
Diese Kapriziosität legt er allerdings hurtig ab, sobald mein Mann auftaucht.
Es ist wie verhext und ärgert mich immer wieder, wenn ich da scheitere, wo mein Mann nicht mal einen Blick drauf werfen muss, damit es funktioniert.
Jaaa, da ist natürlich immer Erleichterung angesagt, wenn der Computer mal wieder etwas ‚hat‘ – und mein Göttergatte kann es nicht allein durch seine Anwesenheit heilen.
Eigentlich ist das völlig verdreht. Das blöde Ding tut nicht, was es soll – und ich freue mich, wenn nicht mal mein Mann die Computerwelt wieder in Ordnung bringen kann.
Es kommt nicht oft vor, und wenn es doch mal soweit ist, schafft eine eingehendere männliche Intervention eigentlich immer Abhilfe.
Eigentlich. Das ist der springende Punkt. Da gibt es nämlich was zwischen meinem Computer und mir, das kann nicht mal meine bessere Hälfte aus der Welt schaffen.

Das erste Mal passierte es zufällig: Ich schrieb so vor mich hin, verhaute mich dann und wann, korrigierte, schrieb weiter, ah, da oben war ja noch ein Fehler, schnell ausgebessert … Nichts, was mich oder den Computer sonderlich aus den Latschen hätte kippen lassen können.
Aber urplötzlich war damit Schluss. Nicht mit Lustig. Mit Schreiben. Der Computer stürzte ohne Vorankündigung und mitten im Satz ab.
Nichts ging mehr. Also den Ausknopf gedrückt, kurz gewartet und dann das Ding neu hochgefahren.
Es dauerte eine Weile, dann meldete sich das Schreibprogramm und meckerte, dass es nicht ordnungsgemäß ausgeschaltet worden sei und sich nun erst wiederherstellen müsse. Dazu solle ich mit der Maus auf diesen und jeden Button drücken …
Ich drückte, wartete, drückte erneut – und da war die Seite, auf der ich geschrieben hatte, endlich wieder.
Einen Moment lang zumindest, denn dann stürzte mein Computer wieder ab.

Wir beide haben schon so manches miteinander und aneinander durchgemacht, mein Computer und ich. Ich von meiner Seite verteile gern Krümel über die Tastatur, auch eine Kaffee-Attacke meinerseits hat er schon heil überstanden (Ich pass in Zukunft besser auf, geschworen!), er rächt sich dafür durch diverse Aufhänger. Manchmal ist er so erzürnt, dass er erst nach dreimaligem Hochfahren seine Dienste wieder aufnimmt. Naja, und manchmal grollt er mir so gründlich, dass eine Zuwendungseinheit der männlichen Art fällig wird.

So schien es mir auch diesmal, als sich nach dem dritten Hochfahren keine Änderung einstellen wollte. Das Dokument öffnete sich nach der Wiederherstellung, der Computer stürzte ab. Als steckte ein Plan dahinter. Ich schrie also nach meinem Mann. Der nur leider, leider, keine Zeit hatte, aber so überhaupt keine. In ner Stunde oder so.
Ich hatte keine Wahl und der Computer eine Pause.

Doch diesmal konnte selbst mein Mann nichts erreichen. Der Computer fuhr ordnungsgemäß hoch, stellte das Dokument brav wieder her – nur um im nächsten Moment wieder abzustürzen. Hartnäckig und genau wie bei mir.

Am 31. Oktober schlug Mart…

Zwei Tage musste ich darben (ersatzweise wurde mir ein alter Computer zur Verfügung gestellt!), bis mein Mann die Lösung hatte:
„Du schreibst ein Wort, das er nicht mag.“
Wie bitte? Wie kann ein Computer ein Wort nicht mögen?
Na, darauf hatte mein Mann auch keine Antwort. Aber immerhin hatte er das betreffende Wort ausfindig machen können. Dabei hatte ich das gar nicht schreiben wollen, es war schlicht ein Korrekturfehler gewesen.
So – und was jetzt kommt, kann ich nicht mal selbst hier hin schreiben, sondern muss diese Zeilen erst als Mail an Runa schicken, die dann per ‚Suchen und Ersetzen‘ das richtige Wort einsetzt und den Text dann auf Facebook hochlädt, denn das Problem besteht noch immer: Mein Computer hasst das Wort ‚mart‘. Seine Abneigung gegen diese vier Buchstaben ist so groß, dass er sich, wird er dessen ansichtig, augenblicklich verabschiedet.

Da hatte ich nun den Salat, das verhasste Wort stand nun mal im Dokument – und sobald das wiederhergestellt wurde, tat ‚mart‘ sofort wieder seine Wirkung.
Was also jetzt? War mein Computer berufsunfähig geworden?
„Du musst das Wort rauslöschen.“
Super Ansage. In einem Dokument, das ich nicht bearbeiten konnte, ein Wort finden und rauslöschen.

Naja, es wird sicherlich niemanden verwundern, dass wir schließlich doch noch eine Lösung für das Problem fanden. Meistens sind es ja die einfachen Dinge, die die größte Wirkung haben. In unserem Fall hieß dieses Ding: Tempo.
Ja, genau. Tempo. Sobald sich das Dokument öffnete, schnell scrollen, schnell suchen: Wo steht mart? Ah da, auf Seite fünf.
Absturz.
Nächster Versuch. Schnell zur betreffenden Seite, mit der Maus auf mart – zu langsam, Absturz.
Neuer Versuch. Diesmal klappt’s. Maus auf mart, schnell irgendeinen Buchstaben reinschreiben oder rauslöschen, nur diese unheilvolle Verbindung irgendwie unterbrechen – uff.

Martin, Martha, Marterpfahl, Martyrium, Smartphone – sind unmögliche Wörter

Man kann sich an Vieles gewöhnen. Ich mich an die Vermeidung von mart – leider nicht.
Klingt zwar erst mal gar nicht so schwer, wozu braucht man das Wort denn schon? Aber so einfach ist es dann doch nicht. Schreibe ich zum Beispiel den Namen Martin, schwebt mein Dokument in höchster Gefahr. Nur, wenn ich es schaffe, blitzschnell das ‚i‘ an das ‚t‘ anzuhängen, geschieht das, was geschehen soll, nämlich nichts. Bin ich zu langsam – Supergau.

Ich habe mir angewöhnt, Martin und Martina zu meiden. Die Martinsgans hat in meiner Schreibwelt ebenso wenig verloren wie der St. Martinstag. Bei mir gibt es kein Martyrium, keine Marter und den dazugehörenden Pfahl auch nicht.
Was ich allerdings nicht vermeiden kann, sind Verschreiber. Markt und alle seine Variationen davon sind hochgefährlich für meinen Computer und mich, ebenso wie Marsch, Marotte, Marmelade … Es ist schier unglaublich, wie nahe manchmal die falschen Tasten nebeneinander liegen.

Ja, damals, als Runa und ich unseren Klosterroman schrieben (der dieser Tage bei Amazon veröffentlicht werden wird), haben wir sehr fleißig recherchiert und viele authentische Personen mitspielen lassen. Eine der ganz wichtigen Hauptpersonen hieß ausgerechnet Martha.
Die Abstürze häuften sich derart, dass wir die gute Martha kurzerhand umbenannten in Brigitte. Später hat dann Runa, wie oben beschrieben, per ‚Suchen und Ersetzen‘ Martha wieder eingesetzt.

Die überflüssige Martha

Das Ende vom Lied: Es war so überflüssig. Alles. Die Abstürze, der andere Name, ‚Suchen und Ersetzen‘. Irgendwann nämlich bekamen wir ein neues historisches Dokument in die Hände. Und da stand das Kloster-Eintrittsdatum der frommen Nonne drauf.
Schock! Die war erst nach unserer Geschichte dort aufgetaucht.
Also wurde die holde Martha wieder umbenannt. In Elisabeth. Die es damals, 1521/22 wirklich in ganz echt im Kloster gegeben hat.
Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich schon mal die Leseprobe reinziehen, die es auf unserer Homepage zu lesen gibt. ‚Und führe uns in die Versuchung‘ folgt dann am Samstag, 20. Juli 2013!

Naja, mein Computer und ich leben weiter. Mit einer energischen Mart-Diät, denn bisher war niemand, nicht mal ein versierter Informatiker, in der Lage, das Mart-Problem zu lösen.
Es ist die Persönlichkeit meines Computers. Er kann ‚mart‘ nun mal auf den Tod nicht ausstehen. Das muss ich einfach tolerieren.

Sollte also mal jemand kommen und in seinem Fall von Maschine sprechen, von Technik und Informatik, setz ich ihn einfach vor den Bildschirm, lasse ihn ein für ihn wichtiges Dokument öffnen und bitte ihn dann, folgenden Satz zu schreiben: Am Markttag gingen Martha und Martina zum Markt, kauften eine gemarterte Martinsgans, die sie anschließend Martin zum Braten brachten.
Wenn dann passiert ist, was passieren muss, werd ich nochmal fragen, wie sich das mit Technik und Maschine verhält. Selbstverständlich, ehe ich verrate, wie das wichtige Dokument gerettet werden kann. Mit Tempo!

Etwas von den Hurenkindern

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Einen Roman schreiben …

So ein Buch zu schreiben ist – zumindest für Runa und mich – weiter kein Problem. Wir setzen uns hin, überlegen ne Weile und schreiben dann auf, was uns so eingefallen ist. Das dauert ein paar Monate, aber schließlich sind einige hundert Seiten wohlgefüllt. Das Ganze nennt sich in unserem Fall dann Roman und ist spannend, interessant, lustig, ergreifend – oder was auch immer.
Also, wie gesagt, das können wir. Ein Buch schreiben. Beziehungsweise die Geschichte, die dann zu einem Buch werden soll.
Denn so ein blankes Manuskript hat – zumindest von der äußeren Form her – noch nicht viel mit einem Buch gemein. (E-Books sind einfacher, daher werden die hier unter den Tisch gekehrt!)

Als Selfpublisher ist die Arbeit damit noch nicht beendet

Zwischen uns und dem druckreifen Buch steht – und zwar in all seiner Pracht – Murphys Gesetz. Sprich, alles was dann kommt, geht schief. Und zwar in jeder Variation.
Ich will mich jetzt nicht lange damit aufhalten, hier aufzuzählen, in wie vielen Arbeitsgängen wir mit Fehlereliminierungen jeglicher Art beschäftigt sind, denn wir schaffen auch das. Irgendwie. Jedes Mal ein bisschen schneller.
Der aaaaaaaaallerletzte Arbeitsgang – ist eigentlich ein besonders schöner, weil man es ja gleich geschafft hat. Aber er ist mühselig.
In diesem aller-, aller-, allerletzten Durchgang werden nämlich die Hurenkinder beseitigt.
Es gibt auch Schusterjungen.
Merksatz, um beide unterscheiden zu können: „Schusterjungen sitzen unten, weil ihre Werkstatt im Keller ist. Hurenkinder wohnen oben.“
Und noch einer, der noch romantischer ist: „Hurenkinder wissen nicht, wo sie herkommen, Schusterjungen nicht, wo sie hingehen.“
Bei beiden Kinder-Arten handelt es sich um nicht vollständig gefüllte Zeilen.
Ein Schusterjunge ist also ein Absatzende am Seitenende.
Das war früher eine schlimme Sache, heute gehen die meisten Verlage eher großzügig damit um. Und weil wir uns nicht mehr Stress als die machen müssen, wir ebenfalls. Schusterjungen sind also tolerierbar.
Hurenkinder allerdings nicht.
So ein Hurenkind ist ein Absatzende in der ersten Zeile einer neuen Seite.
Guckt mal in irgendwelche Bücher, ihr werdet keine finden. Sicher, wenn ein Dialogsatz in der ersten Zeile steht, dann ist die mal nicht voll. Aber ansonsten …

Hurenkinder und Schusterjungen fliegen aus dem Manuskript

Dass die Hurenkinder Hurenkinder heißen, dafür können wir nichts. Woher das auch immer stammen mag, es ist mit Sicherheit ein alter Begriff. Käme heute jemand damit daher … Nein, das würde niemand wagen. Hurenkinder sind daher die Negerküsse der Verlage und Druckereien.
Unser letzter Arbeitsgang eliminiert also Absatzenden auf Seitenanfängen.
Was alles andere als leicht ist. Denn kaum hat man ein Hurenkind auf die Seite davor gezaubert – oder in die zweite Zeile – verdammt, sind bereits neue auf den folgenden Seiten entstanden.
Man kann Texte auch stauchen, um Hurenkinder zu vermeiden. Wir haben allerdings darauf verzichtet, lieber mal im Blocksatz geguckt, wo wir mittels Trennungen auseinandergezogene Zeilen besser füllen können.
Es ist schon lustig, wenn dann die ganze Seite plötzlich hüpft – und danach alles eine Zeile nach oben gerutscht ist. Aber, wie gesagt, das rettet nur vor dem einen Hurenkind.
So hangelt man sich Seite für Seite durch. Und nach geschätzten hunderttausend Hurenkindern ist man dann auch wirklich am Ende angekommen. Und atmet erst mal auf.
Aber nur, um dann zu entdecken, dass man noch etwas in Kapitel acht, auf der ersten Seite einfügen wollte.
Jammer! Kapitel acht ist vierzig Seiten lang! Und produziert mit großer Begeisterung viele neue Hurenkinder.

Dann verrutscht ne Fledermaus

Aber auch das hat man dann irgendwann – und entdeckt, scrollt man alles nochmal durch – dass es die Fledermaus in Kapitel zwanzig auf geheimnisvolle Weise verschoben hat. Eilig wird sie zurechtgerückt – und was ist wieder da? Dutzende von Hurenkindern.
Die vermehren sich wie … Ich sag jetzt lieber nichts.
Aber so kommt es, dass man nach dem letzten Arbeitsgang von seinem Buch die Nase endgültig und gestrichen voll hat.

Für euch gibt es allerdings eine gute Nachricht: Dieser letzte Arbeitsgang liegt für Flederzeit II bereits hinter uns!
Hurra!!!!

Ab Montag könnt ihr e-Book und auch Printausgabe (ohne Hurenkinder) bewundern!

Fangermanderl mit Fledermäusen

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Wir recherchieren. Weil es notwendig ist, weil wir es gerne tun – und weil es uns wirklich weiter bringt. Diesmal Thema: Wie wahrscheinlich ist ein Überfall von Fledermäusen.

Dazu lagen auf der Lauer in der Villa Dracula im Tierpark Hellabrunn – um wertvolle Fotos von Fledermäusen zu erhaschen.
Man ahnt ja nicht, wie klein und schnell und flüchtig die kleinen Viecher sind – naja, wie Matthias es in der Flederzeit ja auch erlebt.
Jedenfalls sind wir eine ganze Weile in ihrer „Höhle“ gewesen, haben gewartet, dass der Blitz wieder auflud – und haben sie doch ab und zu mal erwischt …

Fazit: Kaum vorstellbar, dass Feldermäuse tun, was wir ihnen in der Flederzeit angedichtet haben. Jedenfalls sind diese Zoo-Fledermäuschen (im Bild über dem dunklen, kreisförmigen Loch) sehr zurückhaltend. EIn bisschen unheimlich sind sie jedoch durchaus. Schnell da, schnell wieder weg und dabei nur ganz leises Geflatter.

Amazon und Aberglaube

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Schwarze Katze von links bringt Pech

Pech für mich, dass ich so eine habe und die mir dauernd irgendwie von links in die Quere kommt.
Nee, nee, ich glaub da nicht dran. Sonst hätte ich ja Dauerpech abonniert. Ich glaub auch nicht an vierblättrige Kleeblätter, und den Kaminkehrer mag ich zwar, er ist ein wirklich netter Kerl, aber er muss mir nicht – rußverschmierterweise – die Pfote schütteln.
Genauso verhält es sich bei Runa. Die hat zwar ’nur‘ eine graue und eine getigerte Katze, aber auch sie fürchtet die schwarzen nicht. Weder von rechts noch von links.
Abergläubisch kann sein, wer mag, wir gehören definitiv nicht dazu, stehen mit beiden Beinen fest auf dem Boden.

Naja, das war so.

Bis wir Selfpublisher bei Amazon wurden

So sehr wir uns bisher auch darum bemüht haben, die Logik hinter Downloads und Ranking zu durchdringen (nein, den Zusammenhang zwischen diesen Tatsachen kennen wir, es geht darum, WARUM jemand die Flederzeit kauft, bzw. warum er es nicht tut), so sehr wir jede gefundene Erkenntnis auf Bestand überprüft haben, wir sind ein ums andere Mal gescheitert. Die Frage bleibt einfach offen: Warum, zum Teufel, stehen wir an einem Tag prima, am nächsten lau und am übernächsten grottig im Ranking? Warum schießen wir einmal nach vorn in alle Listen, nur um dann wieder zurückzusinken, als wären wir unsichtbar?

Wir haben Vergleiche gezogen, Bücher beobachtet, die ähnlich standen wie wir.
Die blieben, von moderaten Schwankungen abgesehen, in einer gewissen Regelmäßigkeit. Sei sie nun positiv oder negativ.
Nur bei uns zeigt sich, zeichnet man die Verkäufe in eine Statistik ein (das tue ich!), eine sehr abenteuerlich anmutende Gebirgskette. Mit ziemlich schroffen Gipfeln und breiten Tälern.
Warum? Warum, warum?
Wir verstehen es nicht. Wo ist hier die Logik?
Klar, man kann nicht verlangen, dass sich jeden Tag, sagen wir mal, 10 Leute dazu entscheiden, die Flederzeit zu kaufen.
Aber so im Durchschnitt? Mal 5, dann wieder 15, oder so?
Ist bei uns aber nicht.
Nach zwei durchaus annehmbaren Monaten folgt zurzeit ein magerer. Bedeutet das, dass die Zeit der Flederzeit vorüber ist? Dass alle Amazon-E-Book-Kunden, die sie gerne lesen wollten, das bereits getan haben? Ist unser Stern am Sinken?
Es spricht einiges dafür. Aber auch das ist wieder nicht mit Regelmäßigkeit belegbar. Irgendwie gibt es die für uns nicht. Jeder Tag wird neu ausgelost.
So scheint es zumindest.
Oder gibt es eine geheime Macht bei Amazon, die Ungläubige auf diese Weise straft?
Das ist nämlich wirklich so, wie wir festgestellt haben: Kaum finden wir eine für uns positive Regelmäßigkeit heraus, schwuppdiwupp – löst sie sich in Wohlgefallen auf.
Als würde uns jemand beobachten und prompt dafür strafen.
Könnte ja sein, denn wir diskutieren jede neue Erkenntnis lang und breit, belegen sie, erfreuen uns daran.
Was also sollen wir tun? Nicht mehr darüber reden und uns still freuen, wenn’s gut läuft? Wir reden doch so gern …

Also, wir haben eine andere Lösung gefunden: Holz klopfen. Drei Mal. Das wirkt – irgendwie.

Immer, wenn wir jetzt eine erfreuliche Kenntnis haben, klopfen wir auf Holz. Runa in Schleswig-Holstein, ich in Oberbayern. Und weil viel Klopfen vielleicht auch viel hilft, flitzen wir dann herum und klopfen auf jedes erreichbare Holz. Immer drei Mal.
Aber das hat selbstverständlich üüüüüüberhaupt nichts mit Aberglaube zu tun. Nur mit Amazon.
Spuck über die Schulter und toi, toi, toi!

Überarbeitungsfreuden

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Überarbeitungsstatus Flederzeit 2, Kapitel 12 (etwa Seite 167). Folgende Stelle ist da zu finden:

„ILYA MIT WEEEEEG“, überrundete der die Großtante mühelos.
Und Käthe musste noch kräftiger schreien: „Dingskraut, Bumskraut und Dingsbums, erinnerst du dich, wo die wachsen?“
„ILYA MIIIIT.“

Es ist nicht das erste Mal, dass wir noch ein wenig recherchieren müssen. Einen ‚Dingsberg‘ haben wir schon ergänzt.
Auch jetzt sucht Runa gerade …

Und sucht …
und sucht.
Na, es kann sich nur noch um Jahre handeln!

 

Sprachprobleme

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Etwas für die Forscher: Mittelhochdeutsch – die Sprache, die Mila und Johann gesprochen haben.

Hier die älteste Urkunde in deutscher Sprache vom 5. April 1265. Viel Spaß beim Übesetzen!

Ich cuenrat fon Starchenbrech (Konrad von Starkenberg) tuen kunt allen die dissen brief ansehent, daz ich hainrich hirzspch (Hirschberger) min hoefh ze scurffen im puzzental (Pitztal) vnt rigelen vnt den Stihr-accer vnt das ponlant ze vens (Wenns) han geben fur recht aigen umbe de calcare ce tarrens (Tarrenz) diu sin was vnt umbe den peuhel rudegers kachelins guet vnt fünf mack (Marck) solt ich im die lis er mir vnt den hofh ze rosseloch (Roasslach-Umhausen) der im stunt fon mir XVII (17) mark den lis er mir ledich. Vnt daz in dar an eimen kunne in der crenken. gib ich im myn insigel mit disme brieffe daz man kint sin erben niht
myge crencen an dem dinggen vnt sint getcuige: her anshalam, fon umst (Imst) der dis scraip, her cuerat von swanengow, hartman min brueder, her hainrich paiger, appelin fon sevuos (Serfaus), hainrich pravst, egno fon tormyzs (Dormitz) wer-
ner fon umst (Imst), hartmann der cimmerman in des hvos es geschah in dem tvossent vnt II (2) hundert vnt LXV (1265) jar warn fon vnseres herren geburte, V (5) tage abreellen waren gangen. (5.April 1265)

Alles klar?

Ihr dürft gucken!

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Es ist fertig. Schon seit letztem Dienstag, um genau zu sein. Nur war es eine ganz schöne Herausforderung, es im richtigen Dateiformat und komplett bei youtube hochzuladen. Was wir mit vereinten Kräften endlich geschafft haben.
Naja, und jetzt …
…. sollen wir es ankündigen.
Ja.
Das heißt, dass ihr alle uns sehen könnt.
Ja.
Schon ganz schön krass, wie uns jetzt unweigerlich dämmert.
Also.
Ihr werdet uns sehen, wie wir lesen.
Gut.
*lach* Es hilft ja nichts.
Wir haben uns gegenseitig versichert, dass wir uns jeweils erträglich finden und es keinen Anlass gibt, dass ihr schreiend davonlauft. Dementsprechend posten wir es jetzt: Viel Spaß bei den Mini-Lesungen von Winacht & Noel!
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